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Etel Adnan. Berge Schreiben

Einladung: Etel Adnan. Berge Schreiben. 2014

15.11.2014 - 08.03.2015

Museum der Moderne Salzburg, Salzburg / Österreich

Das Museum der Moderne Salzburg präsentiert als erste Institution in Österreich das vielseitige Werk von Etel Adnan, die 1925 in Beirut (Libanon) geboren wurde und als Schriftstellerin, Dichterin, Künstlerin und Kulturredakteurin tätig ist. Zu Adnans wichtigsten Büchern zählen Sitt Marie-Rose (1977), Arabische Apokalypse (1980) und Reise zum Mount Tamalpais (1986). Bereits 1959 beginnt Adnan, sich parallel zu ihrer schriftstellerischen Tätigkeit der Malerei und der Zeichnung zu widmen. Künstlerbücher in Form von Leporellos, Tapisserien und Super-8-mm-Filme erweitern ihr künstlerisches Spektrum....

Anhand einer Auswahl von rund zweihundert Werken zeichnet die Ausstellung die künstlerische Entwicklung Etel Adnans nach. Ihr durch Farbflächenmalerei geprägtes Frühwerk, das an Architektur erinnert, wird oft mit dem von Nicolas de Staël verglichen. Werke von Paul Cézanne, Paul Klee und Pablo Picasso finden darin stilistischen Widerhall. Eine wichtige Quelle der Inspiration ist der Mount Tamalpais nördlich von San Francisco, ein Berg, der Pate steht für ihre Auslotung kontrastreicher Farben und der Grenzen zur Abstraktion. So wirken Adnans Bilder wie Seelenlandschaften, in denen die poetische Sprache der Künstlerin eine visuelle Entsprechung findet. Durch ihre flüchtige Arbeitsweise repräsentieren Adnans Werke die Unmittelbarkeit ihres ästhetischen Ausdrucks. Sie sind Studien zu Farbe und Form sowie Skizzen zu Landschaften, insbesondere zum Mount Tamalpais. Über die Jahre entstanden so tausende Arbeiten, die den Berg in unterschiedlichen Farben, Lichtsituationen, Jahres- und Tageszeiten zeigen.

Einen besonderen Stellenwert innerhalb ihres Schaffens nehmen seit 1964 Leporellos ein. Auf japanischem Papier, das wie traditionelle Emakimonos harmonikaartig in Buchform gefaltet wird, vereint die Künstlerin handschriftliche Übertragungen von Gedichten zeitgenössischer arabischer Dichter mit Bildern. Seit den späten 1950er-Jahren gestaltet Adnan auch Teppiche und Tapisserien. Besonders wichtig ist ihr, in Anlehnung an Wassily Kandinsky die Bewegtheit der Farben sichtbar zu machen. Das Einfangen ihrer persönlichen Wahrnehmung ist Thema in etwa siebzig Kurzfilmen, die sie in den 1980er-Jahren auf Super-8-mm-Film gedreht hat. Den Fokus legte sie dabei nicht auf das Sujet, sondern auf das eingefangene Licht, die Farben und die Bewegung.

Mit ihren Arbeiten setzt sich Etel Adnan vielseitig über sprachliche, kulturelle und geografische Grenzen hinweg. Sie stellen Facetten ihrer Identität dar, welche die Künstlerin als einen sich ständig wandelnden Prozess ansieht.


[Quelle: www.museumdermoderne.at]

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last modified at 09.01.2015


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